VERANSTALTUNGEN JANUAR – JULI 2018

Dienstag
16. Januar 2018
19.30 – 21.00 h
Astoria-Saal · vhs Konstanz · Katzgasse 7 · KONSTANZ · Eintritt frei

Der jüdische Staat und die Orthodoxie
Vortrag von Dr. Daniel Mahla

Die Gründer Israels hatten eigentlich einen säkular geprägten Staat im Sinne gehabt. Seit einigen Jahrzehnten jedoch erstarken die orthodoxen Kräfte in Israel. Ob in der Siedlungspolitik, sozialen Fragen oder der Gleichstellung der Geschlechter - in allen wichtigen gesellschaftlichen und politischen Debatten sind orthodoxe Stimmen deutlich zu vernehmen. Wie aber steht die Orthodoxie zu Israel? Und in welcher Weise prägt sie den jüdischen Staat? Diesen Fragen widmet sich der Vortrag anhand historischer und aktueller Entwicklungen.

Dr. Daniel Mahla, ist Historiker am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur sowie Koordinator des Zentrums für Israel-Studien der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V. und vhs Landkreis Konstanz e.V.



Dienstag 23. Januar 2018
19.30 – 21.00 h
vhs Konstanz · Katzgasse 7 · KONSTANZ
Eintritt: 7 EUR
Eintritt frei für Mitglieder DIG, GCJZK, JGK
 
Dienstag 30. Januar 2018
19.30 – 21.00 h ·
Stadtbücherei Radolfzell · Marktplatz 8 · RADOLFZELL · Eintritt frei

Erben des Holocaust
Leben zwischen Schweigen und Erinnerung
Lesung mit Andrea von Treuenfeld, anschließend Diskussion mit Sandra Kreisler, Moderation Ruth Frenk
Welche Erfahrungen machten die Kinder jener Menschen, die den Holocaust überlebten? Wie prägend waren die Erinnerungen der Eltern an Auschwitz, Flucht, Verstecke im Untergrund und die Rückkehr in das Land der Täter für das eigene Leben? Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt, Marcel Reif, Nina Ruge, Ilja Richter, Andreas Nachama, Sharon Brauner, Robert Schindel, Sandra Kreisler und andere. Andrea von Treuenfeld ist Publizistin.

BUCHTIPP: Erben des Holocaust, Gütersloher Verlagshaus, ISBN: 978-3-579-086780-5
Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V. und vhs Landkreis Konstanz e.V.



Samstag 27. Januar 2018
19.30 – 21.00 h
Wolkenstein-Saal · Kulturzentrum am Münster · Wessenbergstraße 43 · KONSTANZ · Eintritt frei

Holocaust-Gedenktag 2018 - Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Ordnung und Vernichtung
Polizei zwischen scheinbarer Normalität und Massenmord
Vortrag von Dr. Dirk Götting (Polizeiakademie Niedersachsen)
Ab 1933 wurde die Preußische Polizei als größte Polizeieinheit im Deutschen Reich von den Nationalsozialisten für ihre Zwecke instrumentalisiert. Unglaublich schnell wurde gehandelt und Fakten geschaffen, die aus der Polizei einer Republik ein Terrorinstrument machten. Aber es war nicht nur Systemzwang, der Polizeibeamte zu Tätern werden ließ: Anhand beeindruckender historischer Dokumente zeigt Dr. Dirk Götting, wie sehr das Polizeiverständnis und die Polizeiarbeit im NS-Staat von unseren heutigen Vorstellungen von einer Polizei in einem demokratischen Rechtsstaat abwich und welche Folgen das hatte.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V. und Kulturamt Konstanz



Montag 19. Februar 2018
20.00 – 21.30 h
Buchhandlung Homburger & Hepp · Münsterplatz 7 · KONSTANZ · Eintritt frei

Nachrichten aus dem Gelobten Land: Die Briefe der Anuta Sakheim
Buchvorstellung und Lesung mit Oswald Burger
Oswald Burger liest aus den Briefen der Anuta Sakheim, der ersten Taxifahrerin im Tel Aviv der 30er Jahre, die sie ihrem Sohn Ruben schrieb. Auf Grund der schwierigen Situation im Britisch-Palästina dieser Zeit hatte sie ihn nach New York zu einer Verwandten gegeben, doch sollten sie sich nie wiedersehen...
Oswald Burger berichtet auch über die familiäre Vorgeschichte der Sakheims und über das weitere Schicksal von Ruben Sakheim.

BUCHTIPP: Nachrichten aus dem gelobten Land. Die Briefe der Anuta Sakheim, Verlag Weissbooks,
ISBN 978-3-86337-122-7

Eine gemeinsame Veranstaltung von Buchhandlung Homburger & Hepp, Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V.

Woche der Brüderlichkeit 2018 – 
Motto der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit: „Angst überwinden – Brücken bauen“

Dienstag 6. März 2018
19.30 – 21.00 h
Wolkenstein-Saal · Kulturzentrum am Münster · Wessenbergstraße 43 · KONSTANZ · Eintritt frei

kol ha’olam kulo – Jüdische Lieder gegen die Angst
Liederabend mit Chasan Daniel Kempin    

In Zeiten von zunehmendem Antisemitismus und religiösem Fanatismus ist es wichtig zu erkennen, worin Hoffnung liegt, was einem Mut zum Leben gibt, was die Basis des eigenen Lebensentwurfes ist. Das Liederprogramm gegen die Angst gibt Anregungen, sich damit auseinanderzusetzen. „kol ha’olam kulo“ ist eine Rundreise in die Welt jiddischer und hebräischer Lieder, die Hoffnung geben, Trost spenden und nach vorne schauen.

Chasan Daniel Kempin ist der Kantor des Egalitären Minjan der Frankfurter Jüdischen Gemeinde. Er ist seit 1985
im Interreligiösen Dialog aktiv, Mitbegründer und Leiter des Interreligiösen Chores Frankfurt (IRCF).

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V. und Kulturamt Konstanz


Mittwoch 7. März 2018
17.00 – 18.00 h
Augustinum Überlingen · Mühlbachstraße 2 · ÜBERLINGEN

ojfn weg – Exil und Emigration in jüdischen Liedern
Liederabend mit Chasan Daniel Kempin
    
Die jüdische Geschichte beginnt vor 4.000 Jahren mit dem Aufruf an Abraham, seine Heimat zu verlassen. Exil und Emigration prägen fortan die jüdische Existenz. Das Liederprogramm „ojfn weg“ vermittelt im ersten Teil eine Ahnung dieser folgenreichen Zäsuren. Die umfassende und zugleich „kurzweilige“ Zeitreise schließt Lieder aus der Zeit der Vernichtung („Schoah“), der Staatsgründung von Israel und aus der heutigen Zeit mit ein.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region und Augustinum Überlingen


Sonntag 11. März 2018
11.30 – 13.00 h
Astoria-Saal · vhs Konstanz · Katzgasse 7 · KONSTANZ · Eintritt frei

Angst überwinden – Brücken bauen
Vortrag von Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin

Das rabbinische Motto ist „ me'ojev le'ohev “, vom Feind zum Liebenden. Wir werden biblische Geschichten, die diesen Prozess beschreiben, z. B. Josef und seine Brüder, kennenlernen, wie auch das Verhältnis zu den Ägyptern in der Bibel und in der rabbinischen Literatur. Was lernen wir aus diesen Quellen?
Dr. Tovia Ben-Chorin, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde St. Gallen/Schweiz, ist ein vielgefragter Vortragsredner, der sich aktiv im interreligiösen Dialog engagiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Jüdische Gemeinde Konstanz e.V., Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., vhs Landkreis Konstanz e.V. und Kulturamt Konstanz
Sonntag 18. März 2018
19.30 – 21.00 h
vhs Konstanz · Katzgasse 7 · KONSTANZ · Eintritt frei
 
Wie hat das geschehen können?
In Erinnerung an Fritz Ottenheimer
Vortrag von Prof. Dr. E. Roy Wiehn

Fritz Ottenheimer war ein Ur-Konstanzer mit großem Herzen. Weil er Jude war, wurde er schon als Kind
gedemütigt, ausgegrenzt, entrechtet und konnte mit seiner Familie erst Anfang 1939 in die USA entkommen. Auf Einladung der Stadt Konstanz kehrte er im September 1986 erstmals offiziell wieder in seine Geburtsstadt Konstanz zurück. In seiner Abschiedsansprache sagte er damals: "Obwohl wir Konstanz nie vergessen haben, haben wir oft gedacht: Hat Konstanz uns vergessen?"

Veranstalter: vhs Landkreis Konstanz e.V.


Sonntag 8. April 2018
17.00 h
Wolkenstein-Saal · Kulturzentrum am Münster · Wessenbergstraße 43 · KONSTANZ
Eintritt 15 EUR · ermäßigt: 10 EUR für Studenten, Arbeitslose, Schwerbehinderte mit Ausweis, Jugendliche unter 18 Jahren frei
Kartenreservierung: Tel 0151 /284 424 49 · Abendkasse ab 16.30 h

Hommage an Chopin
mit Meisterpianist Menachem Har-Zahav

Klassik-Highlight: Der Ausnahmekünstler Menachem Har-Zahav, der hier die Freunde virtuoser und ausdrucksstarker Klaviermusik bereits mehrfach begeistert hat, präsentiert diesmal das Programm „Hommage an Chopin“, einen abwechslungsreichen Querschnitt aus Werken des beliebten romantischen Komponisten Frédéric Chopin.

Veranstalter: Weston Musikmanagement in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bodensee-Region und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Konstanz


Sonntag 22. April 2018
19.30 – 21.00 h
Wolkenstein-Saal · Kulturzentrum am Münster · Wessenbergstraße 43 · KONSTANZ
Eintritt 12 EUR · ermäßigt 8 EUR für Studenten, Auszubildende, Mitglieder DIG, GCJZK, JGK und IBC

Mascha Kaléko
Die Nachtigall in meinem Garten schweigt...
Eine musikalisch gelesene Hommage mit Texten von Mascha Kaléko, gelesen und gesungen von Judith Jakob, am Klavier begleitet von Joachim Jezewski

Ihre Gedichte aus dem Alltag der „kleinen Leute“, in denen sie den Berliner Witz und die Trauer und Weisheit aus dem jüdischen Osten vereint, werden begeistert aufgenommen. Ihr erstes Buch wird 1933 zum Bestseller, ihr zweites Buch 1935 von den Nazis verboten. 1938 emigriert sie mit ihrem Mann Chemjo Vinaver und dem gemeinsamen Sohn nach Amerika. Es folgen schwere Jahre, in Armut und Isolation. In den 1950er Jahren legt Rowohlt ihre Gedichte erneut auf, sie wird für den Fontane-Preis nominiert, lehnt diesen jedoch ab, da in der Jury ein ehemaliger SA - Mann sitzt. Aus Liebe zu ihrem Mann und seinem musikalischen Lebenswerk wandert sie nach Israel aus, wo sie stets fremd bleiben wird. Es wird wieder still um Mascha Kaléko. Schicksalsschläge prägen ihr Leben. 1974 bereist sie zum letzten Mal Europa, hält eine letzte Lesung in Berlin. Mascha Kaléko stirbt 1975 in Zürich.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V., IBC Internationaler Bodensee-Club – Regionalclub Westlicher Bodensee e.V – und Kulturamt Konstanz



Sonntag 10. Juni 2018
11.30 – 13.00 h
Wolkenstein-Saal · Kulturzentrum am Münster · Wessenbergstraße 43 · KONSTANZ · Eintritt frei

Die Auswirkungen von Klatsch und übler Nachrede
„Gehe nicht umher als Verleumder unter Deinem Volke ….“ Levit. 19.16
Vortrag von Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin

Nachdem das Judentum sich durch die 613 Ge- und Verbote nicht nur mit der Theologie beschäftigt, sondern auch mit der genauen Beschreibung des ethischen und kultischen Benehmens, werden wir anhand biblischen und postbiblischen Quellen die Auswirkung übler Nachrede kennenlernen.

Dr. Tovia Ben-Chorin, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde St. Gallen/Schweiz, ist ein vielgefragter Vortragsredner, der sich aktiv im interreligiösen Dialog engagiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Jüdische Gemeinde Konstanz e.V., Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., vhs Landkreis Konstanz e.V. und Kulturamt Konstanz
 


Sonntag, 8. Juli 2018
11.30 – 13.00 h
Wolkenstein-Saal · Kulturzentrum am Münster · Wessenbergstraße 43 · KONSTANZ · Eintritt frei

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst
Vortrag von Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin

Diese Grundeinstellung im Christentum kommt aus der jüdischen Lehre 3. BM, Kap. 19, Vers 18. Hier handelt es sich um die Liebe des Nächsten innerhalb des eigenen Volkes. Die Liebe gegenüber allen Individuen: Levitikus 19,33 – 34. Aus der jüdischen Sicht: Wie hat Jesus dieses Gebot verstanden? Wir lernen die Unterschiede kennen zwischen der jüdischen Interpretation der hebräischen Bibel (Altes Testament) im Gegensatz zur allegorischen Interpretation des Alten Testamentes im Christentum. Die Rabbinische Interpretation zur Zeit Jesus wird im Vortrag gelehrt. Die Liebe ist ein Gefühl, das wir alle haben, aber wie übertragen wir das auf unseren Nächsten?

Dr. Tovia Ben-Chorin, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde St. Gallen/Schweiz, ist ein vielgefragter Vortragsredner, der sich aktiv im interreligiösen Dialog engagiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Jüdische Gemeinde Konstanz e.V., Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., vhs Landkreis Konstanz e.V. und Kulturamt Konstanz
 

 
 

Informationen des Präsidiums